Der
4. Internationale Orgelwettbewerb findet vom 3. bis 17. November 2002
in Paris im Rahmen der internationalen Wettbewerbe der Stadt Paris
statt. Die Organisation liegt in den Händen der Vereinigung Acanthes.
Teilnehmen
können Organisten aller Nationalitäten, die nach dem 3.
November 1967 geboren sind. Der Wettbewerb findet an verschiedenen
Orten in Paris, sowie in der königlichen Kapelle des Schlosses
von Versailles statt.
Das
Programm ist auf die jeweils vorhandenen Orgeln abgestimmt. Der
Wettbewerb umfasst zwei Bereiche : Interpretation und Improvisation.
Jeder
Kandidat kann in beiden Bereichen am Wettbewerb teilnehmen. In diesem
Falle muss er sich sämtlichen Prüfungen der beiden Bereiche
unterziehen.
Interpretationswettbewerb
Grosser
Preis der Stadt Paris : 9 000 €
2.
Preis : 3 000 €
3.
Preis : 1 500 €
Interpretationspreis
für das von Jean-Lous Florentz für den Wettbewerb komponierte
Werk : 1 500 €
Grosser
Preis der Stadt Paris : 6 000 €
2.
Preis : 3 000 €
Interpretations-
oder Improvisationswettbewerb :
Maurice-und-Marie-Madeleine-Duruflé-Preis, ausgesetzt von der
Vereinigung Maurice et Marie-Madeleine Duruflé,
für die beste Interpretation eines Werkes von Maurice Duruflé
: 1 500 €
Sonderpreis für die beste Interpretation eines Werkes von Olivier
Messiaen : 1 500 €
Förderpreis, ausgesetzt von der SACEM : 1 500 €
Darüber hinaus werden einige Preisträger Engagements in Frankreich
und im Ausland erhalten.
Die Jury setzt sich aus französischen und ausländischen
Persönlichkeiten zusammen. Für die Vor-Ausscheidungsrunde
im Interpretationswettbewerb ist eine andere Jury zuständig.
Die Jury entscheidet am Ende jeder Ausscheidungsrunde und der Endrunde.
Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag.
Die Jury behält sich das Recht vor, nicht alle Preise zu vergeben.
Die Grossen Preise der Stadt Paris können nicht geteilt werden.
Die Jury kann lobende Erwähnungen aussprechen.
Die Jury kann nur denjenigen Kandidaten eine Auszeichnung zuerkennen,
die mindestens zur zweiten Ausscheidungsrunde zugelassen sind.
Die Entscheidungen der Jury sind unanfechtbar.
Article
5 Einschreibung
Die
Einschreibung muss bis zum 26. August 2002 erfolgen (Datum des Poststempels).
Die
vollständigen Unterlagen sind an die Adresse des Wettbewerbs
zu senden. Sie umfassen :
-
das vollständig ausgefüllte, datierte und unterschriebene
Anmeldeformular,
-
eine Fotokopie des Personalausweises oder des Reisepasses,
-
einen auf Französisch oder Englisch verfassten Lebenslauf (höchstens
zwei Schreibmaschinenseiten), aus dem hervorgeht, an welchen Institutionen
das Musikstudium absolviert wurde ; ausserdem sind die wichtigsten
Lehrer, die gewonnenen Preise und die berufliche Situation anzugeben,
-
ein neueres Passfoto,
-
den Nachweis über die Einzahlung der Bearbeitungsgebühren
(vgl. Artikel 6).
Die
Partitur des Werkes von Jean-Louis Florentz,
das für den Wettbewerb geschrieben wurde, wird den eingeschriebenen
Teilnehmern vom 2. September 2002 an zugesandt.
Das
Stück darf keinesfalls vor Beginn des Wettbewerbs öffentlich
aufgeführt werden.
Am
Wettbewerb kann nur teilnehmen, wer zuvor die Bearbeitungs- und
die Einschreibgebühren bezahlt hat.
Artikel
6 Bearbeitungsgebühren
Die
Bearbeitungsgebühren betragen 25 € und werden in keinem
Fall zurückgezahlt.
Diese
Summe ist der Wettbewerbsleitung zugleich mit der Einschreibung
gebührenfrei für den Empfänger zuzusenden.
Gezahlt
werden kann :
-
mit einem französischen Scheck, ausgestellt auf Acanthes
;
-
mit einem von einer ausländischen Bank auf eine französische
Bank bezogenen und in Euros ausgestellten Scheck, zugunsten von Acanthes
;
-
per internationaler Postanweisung an Acanthes.
Artikel
7 Einschreibgebühren
Die
Einschreibgebühren betragen 40 €.
Die
Kandidaten, die die Vorausscheidungsrunde in Interpretation mit
Erfolg beendet haben, zahlen die Einschreibgebühren, während
die Reihenfolge der Teilnehmer für die folgende Runde ausgelost
wird. Die Zahlungsmodalitäten werden später bekannt gegeben.
Das
Gleiche gilt für die zum Wettbewerb zugelassenen Kandidaten
in Improvisation.
Artikel
8 Zulassung zum Interpretationswettbewerb
Die
Teilnehmer am Interpretationswettbewerb sind gehalten, an einer
Vorauswahlprüfung teilzunehmen, die vom 3. bis 5. November
2002 im Conservatoire Supérieur de Paris-CNR, 14 rue de Madrid,
75008 Paris, an der Grenzing-Orgel stattfindet.
Die
Orgel verfügt über eine mechanische Traktur, drei Manuale
und 32 Register, deren Disposition gleichzeitig mit der Zusendung
der Partitur von Jean-Louis Florentz mitgeteilt wird ; dies wird
ab dem 2. September 2002 geschehen.
Die
Teilnehmer erhalten eine persönliche Ladung ab dem 16. September
2002.
Artikel
9 Zulassung zum Improvisationswettbewerb
Die
Teilnehmer am Improvisationswettbewerb werden auf Grund ihrer eingesandten
Unterlagen ausgewählt. Ausser den in Artikel 5 erwähnten
Dokumenten müssen sie zwei Empfehlungsbriefe von Persönlichkeiten
des musikalischen Lebens im Original beifügen, die im Blick
auf diesen Wettbewerb verfasst und datiert sind.
Sie
erhalten eine persönliche Ladung ab dem 16. September 2002,
zugleich mit den Noten des Orgelparts des Konzerts Nr. 13 F-dur
von Georg Friedrich Händel.
Der Interpretationswettbewerb findet vom 8. bis zum 17. November
2002 statt und umfasst zwei Ausscheidungsrunden und ein Finale.
Die Kandidaten spielen in einer vom Los am 5. November festgelegten
Reihenfolge. Zu diesem Zeitpunkt müssen sie anwesend sein.
Eine zweite Losziehung ist für das Finale vorgesehen.
Der Improvisationswettbewerb findet vom 10. bis zum 17. November
2002 statt und umfasst zwei Ausscheidungsrunden und ein Finale.
Die Kandidaten spielen in einer vom Los am 8. November festgelegten
Reihenfolge. Zu diesem Zeitpunkt müssen sie anwesend sein.
Eine zweite Losziehung ist für das Finale vorgesehen.
Die Beschreibungen der während der verschiedenen Ausscheidungsrunden
zu spielenden Orgeln (Interpretation und Improvisation) werden den
Kandidaten ab dem 16. September 2002 zugesandt.
Während aller Runden des Wettbewerbs dürfen Noten benutzt
werden. Die Verwendung von Fotokopien veröffentlichter Werke
ist nicht gestattet.
Bei Orgeln ohne Kombinationen oder bei deren Nicht-Funktionieren
stellt die Wettbewerbsleitung den Kandidaten einen Registranten
zur Verfügung.
Ein Seitenumwender wird den Teilnehmern ebenfalls zur Verfügung
gestellt. Eine andere Person dürfen sie dafür nicht heranziehen.
Vor jeder Runde können die Kandidaten das Instrument ausprobieren.
Die Zeiten für diese Proben werden von der Wettbewerbsleitung
festgelegt.
Alle Runden mit Ausnahme der Vorausscheidungsrunde sind öffentlich.
Die Endrunde findet am Samstag, dem 16. November 2002 in der Kirche
St. Eustache statt ; das Ensemble Orchestral de Paris wird daran
mitwirken.
Anlässlich der Preisverleihung am Sonntag, dem 17. November
2002 findet ein Konzert statt, an dem einige von der Jury ausgewählte
Preisträger teilnehmen. Die Jury bestimmt das Programm in Übereinstimmung
mit dem jeweiligen Preisträger.
Article
11 Unterbringung
Die
Wettbewerbsleitung kann Teilnehmern, die nicht im Grossraum Paris
wohnen, eine Unterbringung in Studentenheimen beschaffen. Ein entsprechender
Wunsch ist auf dem Anmeldeformular zu markieren.
Die
Wettbewerbsleitung kann die Unterbringungskosten für diejenigen
Kandidaten übernehmen, die die Vorausscheidungsrunde und die
erste Runde mit Erfolg durchlaufen haben, und dies für die
Dauer ihrer Teilnahme am Wettbewerb. In diesem Falle erhalten die
Teilnehmer eine Tagesentschädigung von 30 €.
Die
Ausscheidungs- und Endrunden und das Konzert können aufgenommen
und im Radio oder im Fernsehen übertragen werden, ohne dass
dafür Vergütungen beansprucht werden können.
Mit
der Teilnahme am Wettbewerb verpflichten sich die Kandidaten, diese
Bedingungen zu akzeptieren. Gültig ist allein deren französische
Fassung. Im Streitfall liegt die Entscheidungskompetenz bei den
in Paris ansässigen Institutionen.
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